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Die erste Social Media Bar; ein Web-Experiment aus Hamburg für die Gastronomie & den Endverbraucher! Alles rund um Cocktails, Drinks und die gehobene Barkultur im 21. Jahrhundert. - Est. 2009 -

Montag, 16. Januar 2017

VollKorn - Eugen Schmidt Söhne @ J&C's

Heute:
VollKorn  - Eugen Schmidt Söhne @ J&C's



"Die beiden Brüder Maximilian und Sebastian hatten die Idee für den VollKorn als sie nach Hause kamen und ihre Mutter grade frisch gebackenes Brot aus dem Ofen holte. Diesen Geruch wollte sie einfangen und auf eine Flasche bringen. Zu ihrem Glück hat die Familie seit über 250 Jahren eine Brennerei, sodass die Form der Konservierung recht nah lag - Korn. Sie haben sich also auf die Suche gemacht und sowohl die passende Quelle für das Wasser, als auch die Mühle in der Nähe für das richtige Getreide gefunden. Nach einigem Ausprobieren haben sie jetzt das richtige Rezept ausgetüftelt und bringen einen weichen Korn in die Pulle, der genau das erfüllt, was sie sich vorgestellt haben: Zu riechen wie ein frisch gebackenes Brot von Mutti. Einfach grandios!"



Korn...

"Sogar noch billiger als der Vodka da, lass den nehmen"
"Ja egal, irgend ein Saft drauf kippen"

oder auch

"Nein Danke, damit hatte ich schlechte Erfahrungen"
"Alter brennt der!"

All das trifft auf die heutige Flasche, in diesem kleinen, rustikalen Säckchen NICHT zu.



Korn; das ist am ehesten in Bars die Spirituose mit dem Image, kein Image zu haben. Ich wüsste zumindest nicht wie ich den klaren Tropfen für meist unter 10€ anwenden sollte und würde mich in den meisten Fällen eh dagegen sträuben.

Umso schöner also, wenn es sich Leute, in diesem Fall Maximilian und Sebastian von Eugen Schmidt Söhne zur Aufgabe machen, dies zu ändern.

Sie haben es geschafft, dieses Destillat interessant zu machen, ihm Charakter zu geben und einen guten Ansatz für ein neues Image gesetzt.

Game Changer? Wer weiß; das Potential dazu hat der VollKorn, doch allein das reicht nicht. Die Zielgruppe dieses VollKorn's sind höchstwahrscheinlich eben nicht jene, die sonst Korn kaufen, meist nicht wegen dem "ausgewogenen Geschmack" oder dem Sipping Potential auf Raumtemperatur.
"Bekehrung" ist ein zu großes Wort, das ich an dieser Stelle nicht benutzen möchte. Es gilt lediglich, den eigenen Anspruch an Korn, vorbelastet durch das Image beim Endverbraucher einer anderen Zielgruppe, die ich hiermit höchstwahrscheinlich auch nicht erreiche aus der Senke zu holen; mehr zu wollen.

Die Chance für eine potentielle Zielgruppe sehe ich also eher bei "Cross-Drinkern", offen für neues, haben etwas Erfahrung. Mögliches After-Dinner Szenario: "Hm ein Whisky ist mir jetzt ehrlich gesagt etwas zu wuchtig...ein Korn? Ein Korn!"


In der folgenden Verkostung hoffe ich einen ausreichenden Eindruck geben zu können, um sich ein wie eben beschriebenes Szenario vorstellen zu können, oder eben auch nicht.

Mir hat das Testen jedenfalls sehr viel Spaß gemacht!


Nase:

Malz, 
Erde, 
Ingwer, 
Dunkles Brot, 
frisch geerntete noch erdige Kartoffel,
Kräuter und mediterrane Gewürze im Hintergrund ~ Rosmarin,
leichte (~minzige) Frische
Ansatz von vergorenen Früchten,
Erinnert teils an Malt Whiskey

Luftkontakt im Glas + 10mins :

frische Birne und Apfel, deutlicher werdend,
minzartige Frische nimmt zu,
sanfte Töne von Vanille

Gefühl/Wahrnehmung:

leichte Schärfe, erdig, Süße

Erscheinung/ Form im Glas:

komplett klar; farblos,
bleibt sofort an der Glaswand stehen, 
ölig, 
zieht lange Beine

-------------------------------------------------

Geschmack/Gaumen:

1st Sip:
Brot, Roggen, trocken 

2nd Sip:
malzig, 
erdig, 
trocken, 
dunkles Karamell, 
dunkles Krustenbrot, 
bittere Nüsse, 
würziger Waldhonig

Abgang:
lang nussig, 
Walnuss, 
Töne von Bittermandel, 
Butterpopcorn, 
trockenes Malzbier





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Das Produkt für diesen Beitrag wurde uns kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung gestellt.
Wir freuen uns sehr darüber, uns auf diese Weise regelmäßig mit vielen interessanten Produkten auseinander setzen zu können.
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Samstag, 14. Januar 2017

J&C's "Milky Forest" Cocktail, featuring Black Forêt



Heute:
Der J&C's Milky Forest Cocktail, featuring Black Forêt


"Die jahrhundertealte Tradition der Obstbrand-Destillation in der Schwarzwaldregion
bekommt ein neues Gesicht: BLACK FORÊT. Diese innovative Spirituose vereint regionale
Tradition mit exklusiver Eleganz und feierte Ende 2015 seinen Markteintritt.
BLACK FORÊT ist ein Getreidedestillat mit verschiedenen Fruchtbränden zu einem
Cuvée komponiert, welches in Tonkrügen zur Vollendung reifte."

http://www.blackforet.com/brand.html

Black Forêt, das ist ein extrem milder, angenehmer Cuvée von Fruchtbränden mit vollmundiger, cremiger Konsistenz. Auf Letzteres wollte ich aufbauen. 
Ätherische Öle, natürliche Bindemittel müssen also her. Gleichzeitig wollte ich in Richtung (Ramos) Gin Fizz gehen, Soda stand bereit, Sahne oder Milch war für diese Idee aber nicht meine Wahl, zu langweilig. Ich wollte einen etwas robusteren Charakter schaffen. Und was macht "Milch"ig? Richtig, Öle in Wasser, eine Emulsion eben. Eben diese schmackhaften Öle kommen heute aus der Mandel. 
Abgerundet mit etwas hellem Honig, den ich mit frischer Ananas eingekocht habe, der die Fruchtigkeit des Black Forêt noch einmal unterstützt; das Ganze dann stabilisiert mit etwas Eiweiß ergibt sich ein wirklich sehr vollmundiger Cocktail.
Etwas Soda und Zitrone bringen Frische in den Drink und diesen kleinen Kontrast durch Säure, der in diesem Fall willkommene Störenfried, in diesem in sich sehr schön gebundenem, einheitlichen Drink.

Cheers!

J&C's Milky Forest

6cl Black Forêt

4cl "Toasty" Mandelmilch *1
1BL Ananashonig
2cl Zitrone
1/2 Eiweiß

Shake
Double;Fine strain / Doppelt abseihen
Soda Fill up / Mit Soda auffüllen
(Stir)
1Bl Amaretto - Drop on Top / Ein Tropfen Amaretto auf die Schaumkrone des Drinks

Servieren mit Rührstab im Longdrink / Collins Glas
Garnieren mit Zitronenzeste


*1 
Mandelmilch ist eine der Zutaten die sich viel einfacher selbst herstellen lassen als man vorher dachte, so ging es mir zumindest.
Im Fall der "toasty" Mandelmilch einfach einige blanchierte und getrocknete (!) Mandeln in einer Pfanne leicht anrösten / "toasten" , dann in einem Mixer möglichst fein mahlen und dann nur noch in etwas Wasser geben und unter täglichem Durchschütteln ca. 1-2 Tage ziehen lassen. Via Tee oder Kaffeefilter alle festen Bestandteile herausfiltern. Ein Großteil der Mandelöle und somit auch der Geschmack bleiben im Wasser zurück, daher auch die "milchige" Farbe, ohne etwas mit echter Milch zu tun zu haben.

Auch mega lecker einfach zum pur trinken, gar im Müsli oder in einem Kuchen!
Viel Spaß beim ausprobieren! 

Ps. So unter Barkeepern: Von hier aus ist auch der Weg zum eigenen Orgeat nicht mehr weit!


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